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2016  Indien

Musikalische Leitung: Silke D'Inka
Organisation: Silke D'Inka


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Silke D'Inka


2016 im Überblick:

Mit einer Menge jugendlichem Schwung und ebenso viel an Spielfreude bereitete sich das Akkordeon-Landesjugendorchester Baden-Württemberg 2016 auf eine weitere große Auslandsreise vor: als wohl erstes Akkordeon-Orchester folgte das ALJO/BW Einladungen zu Konzerten in Indien.

Neben den alljährlichen Abschlusskonzerten am Ende der Probenphasen in Weil der Stadt und Ochsenhausen folgte am 11.09.2016 ein Auftritt im neuen Konzertsaal der Bundesakademie in Trossingen. Am 25. Oktober startete das Orchester dann zu der 11-tägigen Indien-Tournee und präsentierte sich dort bei acht Auftritten vor einem großen und begeisterten Publikum.

Die musikalische Leitung wurde vom Landesmusikrat BW e.V. erneut an Silke D'Inka übertragen, der es gelang, an Ihre musikalischen Erfolge der Costa-Rica-Saison 2013 anzuknüpfen.

Vielen Dank an alle, durch deren Mitwirkung die große Konzertreise überhaupt erst durchführbar werden konnte!

Das große Reisevorhaben bot reichlich Gelegenheit zum interkulturellen Austausch und wurde großzügig vom Goethe-Institut unterstützt. Herzlichen Dank auch an den Landesmusikrat Baden-Württemberg und das Auswärtige Amt Berlin für die umfangreichen Fördermaßnahmen. Daneben danken wir allen Freunden und Gönnern für die zahlreichen Einzelspenden an unseren Förderverein.



Neujahrsphase 2016 mit Abschlusskonzert in Weil der Stadt

ALJO 2016, Brenzkirche Weil der Stadt

Nach einer ausnahmsweise um einen Tag verkürzten Probenphase in der Landesakademie Weil der Stadt (03.-06. Januar 2016), präsentierten sich Dirigentin Silke D'Inka und ihre 29 Orchesterspieler erstmals in dieser Formation der Öffentlichkeit. In dem gut einstündigen Kirchenkonzert wurde nach nur drei Tagen Probe ein Auszug aus dem diesjährigen Repertoire souverän dargeboten und fand in der gut besetzten Kirche großen Anklang.

Zahlreiche Stimmen aus dem aufmerksamen Publikum äußerten nach dem Konzert ihr Erstaunen darüber, dass ein so junges Ensemble in derart kurzer Zeit Stücke wie "The Colors", die "Ungarische Rhapsodie Nr. 2" und Schostakowitschs "Tanz Nr. 1" bühnenreif einstudieren und mit so viel Spielspaß und Lockerheit mitreißend präsentieren kann.

Als Ehrengäste waren neben ALJO-Gründer Georg Penz und dem ehemaligen DHV-Bundesdirigenten und -Präsidenten Fritz Dobler auch Herbert Werz sowie die ALJO-Dirigenten Heidrun Neugebauer und Thomas Bauer anwesend und gratulierten dem Orchester und seiner Dirigentin zu diesem gelungenen Start ins Jahr 2016.

Herzlichen Dank an die evangelische Kirchengemeinde Weil der Stadt als Gastgeber sowie an alle Konzertgäste für den kräftigen Applaus und Ihre Spenden.



Probenphase mit Abschlusskonzert in der Landesakademie Ochsenhausen

Vom 29. März bis 02. April 2016 traf sich das ALJO/BW zur Osterphase in der Landesakademie Ochsenhausen. Während der mehrtägigen Proben wurden noch weitere neue Stücke gemeinsam erarbeitet, unter anderem auch zwei eigens für die Konzertreise eingerichtete original indische Werke. Am 02. April fand um 16:00 Uhr das Abschlusskonzert im gut gefüllten Bibliothekssaal statt.

Ein besonderes Highlight war hierbei die Uraufführung der neuen Komposition "KaHaNi" aus der Feder des Bundesdirigenten Stefan Hippe. "KaHaNi" (Hindi für "Geschichte") ist eine dem Akkordeon-Landesjugendorchester Baden-Württemberg 2016 und seiner Dirigentin Silke D'Inka gewidmete Auftragskomposition des Freundeskreis ALJO/BW anlässlich der Indien-Tournee 2016. Silke D'Inka und ihrem Orchester ist es hervorragend gelungen, das anspruchsvolle und rhythmische Werk in nur vier Probentagen einzustudieren, um es dann beim Konzert routiniert und konzentriert vorzutragen. Dies wurde vom begeisterten Ochsenhausener Publikum wie auch die anderen Stücke des beinahe komplett vorgetragenen diesjährigen Repertoires mit viel Applaus bedacht.

Herzlichen Dank an Bundesdirigent Stefan Hippe und alle an dem erfolgreichen Konzert beteiligten Akteure, Konzertgäste, Freunde und Gönner.



Probenphase und Konzert in der Bundesakademie Trossingen

Zur Vorbereitung der Konzertreise nach Indien wurde vom 10. bis 11. September 2016 eine weitere Probenphase in der Bundesakademie Trossingen durchgeführt. Am 11.09.2016 durften wir zahlreiche Gäste zum Abschlusskonzert im neuen Konzertsaal der Bundesakademie begrüßen. Beginn war um 18 Uhr.



Konzertreise nach Indien (25.10.- 05.11.2016)

Die Konzertreise 2016 führte das ALJO/BW als wohl erstes Akkordeonorchester nach Indien. Mit acht Auftritten innerhalb der zehn Tage vor Ort präsentierte sich das Orchester einem breitgefächerten und begeisterten indischen Publikum.

Das Abenteuer begann am gemeinsamen Treffpunkt, dem Flughafen in Frankfurt. Erfreulicherweise verlief das in der Vergangenheit oftmals nervenaufreibende Einchecken der sperrigen Instrumente dieses Mal rasch und reibungslos. So konnten sich alle ganz entspannt auf den Weg zu den Gates der Lufthansa Airlines machen. Pünktlich nahmen alle ihren Sitzplatz im gigantischen Airbus A380 ein. Mit einer Stunde Verspätung startete die Reise auf den asiatischen Kontinent. Nach siebeneinhalb Stunden Flugzeit landete das ALJO um 1.30 Uhr (Ortszeit) sicher am Indira Gandhi International Airport der Multimillionenstadt Delhi. Einziger Wehrmutstropfen war, dass ausgerechnet das Reisegepäck von Dirigentin und Organisatorin Silke D'Inka in Frankfurt fehlgeleitet wurde und somit erst einen Tag später nachts eintreffen sollte. Nach dem Auschecken wurden die Spielerinnen und Spieler am Flughafen empfangen und zum Tourneebus geführt. Um 5.30 Uhr morgens konnten alle im Fortune Hotel Delhi ihre Zimmer für die nächsten zehn Tage beziehen und sich noch ein paar Stunden vom Flug erholen.

Nachdem um 12 Uhr mittags alle etwas ausgeschlafen waren, wurde das Orchester von Birgit und Arun Gairola herzlich in Empfang genommen. Dieses vor Ort lebende deutsch-indische Ehepaar hatte in den vergangenen Monaten mit großem Aufwand alles vor Ort organisiert und koordiniert. Man hatte sich bereits bei einem der ALJO-Konzerte 2015 in Deutschland persönlich bekannt gemacht - und nun begleiteten Birgit und Arun das ALJO bei sämtlichen Unternehmungen in Indien. Gemeinsam konnte nach einem reichhaltigen "Frühstücksbuffet" der Weg zur ersten Konzertstätte anvisiert werden. Schon nach wenigen Minuten Fahrt auf indischen Straßen, erkannten alle die Devise, dass nur durch hartnäckige Betätigung der Hupe ein Vorankommen möglich ist. Angekommen beim renommierten India International Center Delhi, bereiteten sich die Spielerinnen und Spieler mit einem kurzen Soundcheck auf der professionell eingerichteten Open-Air Bühne vor. Zur Stärkung wurde ein Imbiss mit landestypischem Masala-Tee gereicht. Der Auftritt des ALJO/BW war das ehrenvolle Abschlusskonzert eines fünftägigen internationalen Kulturfestivals, dem "Festival of Arts", und wurde per live-Stream ins Internet übertragen. Das geladene und sehr versierte Publikum horchte bei der als Auftakt gespielten Ungarischen Rhapsodie Nr.2 von Franz List merklich auf und widmete fortan seine volle Aufmerksamkeit dem unbekannten Klangkörper. Nach eineinhalbstündigem Programm bedankte sich das ALJO mit dem Radetzky-Marsch bei seinen begeistert applaudierenden Zuhörern. Im Anschluss an das Konzert wurde deutsches Abendessen serviert - zubereitet von Sternekoch Alexander Moser. Der erfolgreich bewältigte erste Tag fand schließlich im Hotel einen gemeinsamen Ausklang.

ALJO 2016: India International Centre, Delhi

Das nächste Tourneeziel des Orchesters war das St. Stephen's College im Norden Delhis, welches als Elite-College Indiens gilt. Nach einem überaus herzlichen Empfang durch die Studenten wurde das ALJO zum Mittagessen in der College-Kantine eingeladen. Zum Konzert in der College Hall, einem vollbesetzten prächtigen Musiktheater, hatte die dortige Music Society geladen. Der Auftritt des ALJO war für viele der Studenten die erste Gelegenheit ihres Lebens, ein Orchesterkonzert live zu erleben. Wohl allein schon deshalb wurde das ALJO beim Betreten der Bühne von dem jungen Publikum mit stürmischem Applaus und euphorischen Jubelrufen empfangen. Bereits nach den ersten Stücken, darunter das indische Volkslied "Taal Se Taal Mila", bedankten sich die Studenten lautstark und begeistert bei dem Orchester. Weitere Stücke, wie Tanz 1 von Dimitri Schostakowitsch, Ballett der Komödianten von Friedrich Smetana und insbesondere der Radetzky-Marsch brachten großen Applaus und Standing Ovations ein.

Publikum beuim ALJO-Konzert im St. Stephen's College

Nach dem Konzert kamen die Spielerinnen und Spieler mit den Studenten in Kontakt und tauschten sich aus. Anschließend erhielt das ALJO eine Einladung zum gemeinsamen Tanz mit den Studenten im Campuspark. Abends verköstigte man das ALJO mit einem typisch indischen, vegetarischen Essen namens "Thali", welches ausschließlich mit den Fingern der rechten Hand gegessen wird.

Bei der Stadtrundfahrt durch Old Delhi am folgenden Morgen beeindruckte vor allem die Besichtigung des Sikh Tempels, der nur barfuß und mit Kopfbedeckung betreten werden darf. Weitere Sehenswürdigkeiten, wie unter anderem das India Gate und der Lotus Tempel folgten. Dieses gigantische Bauwerk wurde durch die erlesene, schöne Lotusblüte angeregt, welche in Indien Symbol der Reinheit ist. Auch bekannt als Haus der Andacht, durften die Spielerinnen und Spieler in den Genuss einer Messe, ausgetragen durch harmonische Gesänge aus Koran, Bibel und Tora kommen. Im Auditorium des Lotus Tempels, einem beeindruckenden Konzertsaal, präsentierte das Orchester danach sein drittes Tourneekonzert. Nach dem erfolgreichen Event, bei dem es wiederum Standing Ovations für Orchester und Dirigentin gab, bescherte die beleuchtete Fassade des Lotus Tempels einen traumhaften Anblick.

ALJO 2016: Konzert im Auditorium des Lotus-Tempels

Der nächste Tagesausflug führte das ALJO in das südlich von Delhi gelegene Tikli Dorf. Vor Ort bereitete der Engländer und Mäzen Martin Howard dem Orchester in seiner Villa "Tikli Bottom" einen sehr warmherzigen Empfang und spendierte ein mehrgängiges Mittagessen. Howard ließ in dem Dorf eine Schulaula, welche zudem als Dorfhalle fungiert, neu erbauen. Die offizielle Einweihung durfte das ALJO musikalisch vor zahlreichen Schülern, Lehrern und vielen Dorfbewohnern umrahmen. Liebevoll mit Blumen und Blumenteppichen geschmückt und mit der an die Wand gemalten Begrüßung "Gairatpur Baas Welcomes Baden Wittemberg", war der Weg für eine glanzvolle Einweihung geebnet. Nachdem das ALJO ein für diesen Anlass angepasstes Unterhaltungsprogramm spielte und dabei auch die Kinder mit Liedern wie "Twinkle, twinkle, little star" und "Old MacDonald" gesanglich einbezog, durften sich die Schülerinnen und Schüler hinterher selbst an den Akkordeons und am Schlagzeug versuchen. Zum Abschluss wurde der Dirigierstab an die örtliche Musiklehrerin übergeben und der Radetzky-Marsch gespielt. Ein gemeinsamer Tanz mit den Lehrerinnen zu energiegeladenen indischen Rhythmen rundete den gelungenen Nachmittag feierlich ab.

ALJO 2016: Workshop im indischen Tikli DorfALJO 2016: Gruppenbild mit Dorfbewohnern nach dem Konzert

Am darauffolgenden Tag wurde die Gruppe vor eine heikle Aufgabe gestellt: bei einer Stadtführung in Old Gurgaon bewältigte das ALJO zu Fuß eine kaum durchkämmbare Einkaufsstraße mit lebhaftem Markttreiben. Diese war so dicht von Menschenmassen belaufen, mit Mofas und teilweise sogar Autos befahren, dass es fast unmöglich war, mit einer 30-köpfigen Gruppe im Entenmarsch durchzukommen. Wann immer es jedoch zu einer kurzen Lücke zum Vordermann kam, half die Aussicht auf blonde Haare dabei, den Anschluss nicht zu verpassen.

Das nächste Konzert fand im Mayfield Garden Park auf einer für den Anlass neu erbauten Open Air-Bühne statt. Das aufmerksame Publikum, das überwiegend aus Anwohnern und Familien bestand, zeigte sich besonders bei den Stücken Tanz Nr.1 und Dragon Fight mit großer Begeisterung. Unter den zahlreichen Zuhörern war auch der Ungarische Botschafter in Indien samt Familie zugegen.

ALJO-Dirigentin 2016: Silke D'Inka

Bestens gelaunt folgten die Spielerinnen und Spieler hiernach der Einladung der Gairolas, in ihrem nahe gelegenen Zuhause gemeinsam "Diwali" zu feiern. Diwali, das Lichterfest, ist der bedeutendste Feiertag in Indien. Bunt geschmückt wurde der Nachthimmel von großem Feuerwerk über ganz Delhi, welches von der Dachterrasse aus bestens zum Vorschein kam - wobei sich manche Inder beim Zünden der ungewohnt kraftvollen Feuerwerkskörper als überaus mutig erwiesen. Bei Speis und Trank spielte die ALJO-Combo spontan zur Unterhaltung auf. Aus Gesprächen mit ebenfalls zu der Party eingeladenen Botschaftern und Repräsentanten verschiedener Staaten entwickelten sich interessante Kontakte für künftige Konzertreisen, so unter anderem Einladungen nach Kanada und Slowenien.

Nach wenigen Stunden Schlaf fuhr der Bus früh morgens um 6 Uhr bei unglaublich dichtem Nebel nach Agra, 200 km südlich von Delhi. Nach ca. vierstündiger Fahrt konnte das vermutlich bekannteste Gebäude Indiens, der Taj Mahal besucht werden. Großmogul Shan Jahan hatte das Mausoleum für seine Frau erbaut. Zum Glück kam das ALJO recht zügig an den Menschenmassen und der Personenkontrolle am Eingang vorbei, sodass die Führung schnell beginnen konnte. Von außen stellt der Taj Mahal eine bildschöne Kulisse dar, während sich der Besuch des Innenraums als sehr stressig zeigte. Pfeifende Wächter scheuchten die Spielerinnen und Spieler auf engstem Raum und bei stickiger Luft durch die Innenräume des Grabmals. Die Freude auf die wenigstens etwas bessere Luft außerhalb des Gebäudes war groß. Insgesamt war jedoch während des gesamten Indien-Aufenthalts die Sichtweite besonders in Delhi sehr reduziert und die Luftverschmutzung durch Smog bedenklich hoch. Nach ausreichend Zeit für eigene Erkundungen auf dem weitläufigen Gelände des Taj Mahal konnte schließlich die Rückfahrt mit dem Bus und einem Zwischenstopp bei McDonald's angetreten werden.

ALJO 2016: Besuch des Taj Mahal

In Neu Delhi erkundete das ALJO tags darauf den beeindruckenden Swaminarayan Akshardham-Tempel, ein einzigartiges Zentrum für indische Kultur. Der erst im Jahre 2005 eröffnete, ohne Mörtel und Zement nach dem Formschluss-Prinzip erbaute Tempel verströmt Frieden, Schönheit, Freude und Göttlichkeit. Er ist angesichts seiner kurzen Bauzeit unvorstellbar detailreich und prunkvoll verziert. Abends durfte das ALJO in der Tempelanlage ein Wasser-Licht-Konzert erleben, wo Wasser aus Fontänen und jegliche Arten von Lichtern ein gigantisches Zusammenspiel präsentierten. Die auf diese Weise erzählte Geschichte handelte von den vier Elementen Wasser, Feuer, Luft und Erde, was durch die projizierten Filme auch ohne sprachliche Kenntnisse verstanden wurde.

Am 2.11.2016 gab es vormittags mit dem Besuch der Elisabeth Gauba School Delhi ein weiteres Schülerkonzert. Zum Empfang bekamen alle einen roten Punkt auf die Stirn und wurden mit einer Blumendusche begrüßt. Eine Kleinbesetzung des Orchesters spielte Unterhaltungsstücke wie The Legend of Zelda von Koji Kondo, zwei indische Volkslieder und natürlich auch wieder spontan zwei Lieder, welche die Schülerinnen und Schüler gesanglich begleiten konnten. Anschließend hatten die Kinder bei einem Workshop die Möglichkeit, die Instrumente hautnah zu erleben. Ihre große Begeisterung den deutschen Spielerinnen und Spielern gegenüber, zeigte sich auch an der großen Nachfrage nach Autogrammen und gemeinsamen Fotos. Nach einem wiederum landestypischen Mittagessen in der Schule war endlich die Zeit gekommen, an der sich alle mit Sari, Schals, Taschen, Schmuckstücken und weiteren Souvenirs eindecken konnten. Ein großes indisches Kaufhaus bot für jeden Geschmack etwas an.

ALJO 2016: nach dem Workshop in der Elisabeth Gauba School

Am Abend stand das zweitletzte Konzert im Delhi Symphony Society Konzertsaal an. Erfolgreich spielte das Orchester vor einem Publikum von Musikkennern Werke wie KaHaNi von Stefan Hippe, Variationen von Rudolf Würthner, die Werziade von Fritz Dobler und viele weitere Stücke, welche alle mit großem Applaus und am Ende auch Standing Ovations gewürdigt wurden. Nach einem erfolgreichen Tag mit zwei Konzerten fand der Abend einen gemeinsamen Ausklang.

ALJO 2016: Konzert bei der Delhi Symphony Orchestra Society

Dank der guten Kontakte der beiden Organisatoren kam das ALJO am nächsten Tag in den Genuss einer Besichtigung des hinduistischen Chhatterpur-Tempels. Die Tempelanlage hatte an ihrem Ruhetag exklusiv für das ALJO geöffnet, sodass es auch keine anderen Besucher gab. Professor Arun Gairola führte die Gruppe persönlich durch alle Heiligtümer und am Ende waren alle bestens über die Hindu-Kultur informiert und mit farbigen Schals geschmückt.

ALJO 2016 beim Besuch des Chhatterpur-Tempels

Am 3.11.2016 präsentierte sich das ALJO beim achten und damit letzten Auftritt der Reise. Ein letztes Mal nahm die Besetzung der Indien-Tournee zum Konzert auf der Open Air-Bühne der großen Saket Citywalk Mall Platz. Dank einer aufwändigen Werbeidee der Veranstalter mit lebensgroßem Abbild aller Spieler hatten sich viele Zuhörer bereits lange vor dem Konzert auf den Sitzplätzen eingefunden. Dazu gesellte sich ein teilweise wechselndes Laufpublikum von mehreren Hundert Personen, welche ebenso der niveauvollen Musik lauschten. Am Ende gab es wiederum Standing Ovations und die euphorischen Konzertgäste erklatschten sich gleich mehrere Zugaben.

ALJO 2016: Konzert Select Citywalk Saket

Am letzten Tag der Reise wartete mit dem Besuch einer Musicalaufführung im Kingdom of Dreams nochmals eine besondere Überraschung auf die Spieler. Die märchenhafte Handlung des Musicals "Zangoora" wurde durch indische Musik, die bunten Farben und aufregende Tanzchoreographien eindrucksvoll vermittelt. Nach diesem kulturell geschmückten letzten Nachmittag, fand ein gemeinsames Abschieds-Abendessen mit 3-Gänge-Menü statt. Anschließend stand der Transport zum Flughafen an. Ein reibungsloses Einchecken ermöglichte allen an Bord einen entspannten Heimflug. Zum Abschluss des großen Reisevorhabens trafen erfreulicherweise alle Mitreisenden samt Reisekoffer und Instrumenten komplett und wohlbehalten am Frankfurter Flughafen ein.

Die Konzertreise 2016 hinterließ bei allen Spielerinnen und Spielern unvergessliche Eindrücke. Hierfür sei der Dirigentin und Organisatorin Silke D'Inka ganz besonders gedankt. Sie hat das Orchester bestens auf die Konzerte vorbereitet, wobei auch der Spaß nie zu kurz kam. Ein herzliches Dankeschön gebührt Birgit und Arun Gairola für die umfangreichen und zeitintensiven Planungen sowie die Betreuung vor Ort. Vielen Dank auch an Dieter List für die Herstellung der Kontakte nach Indien und die Unterstützung im Reiseverlauf. Finanziell unterstützt wurde die Indien-Tournee in besonderem Maß durch den Landesmusikrat Baden-Württemberg, das Auswärtige Amt Berlin, das Goethe-Institut sowie aus Mitteln des Freundeskreis ALJO/BW und nicht zuletzt auch durch zahlreiche großzügige Einzelspenden.

Danke, dass das ALJO eine so unvergessliche Konzertreise erleben durfte!



Die Termine im Jahr 2016:

03. - 06. Januar:
Probenphase in der Landesakademie Weil der Stadt

06. Januar:
Konzert in der evangelischen Brenzkirche Weil der Stadt
Beginn: 15:30 Uhr

29. März - 02. April:
Probenphase in der Landesakademie Ochsenhausen

02. April:
Konzert im Bibliothekssaal der Landesakademie Ochsenhausen
Beginn: 16 Uhr

10. - 11. September:
Probenphase in der Bundesakademie Trossingen

11. September:
Konzert im neuen Konzertsaal der Bundesakademie Trossingen
Beginn: 18 Uhr

25. Oktober - 05. November:
Tournee nach Indien


Besetzung 2016:

Angelina Baumgart,
Christina Felder,
Sandra Giepmann,
Darja Goldberg,
Stefanie Hazenbiller,
Emily Hehl,
Michael Heringhaus,
Katja Herrmann,
Lisa Kammer,
Patricia Keppler,
David Kiefer,
Felix Kogel,
Marlene Kogel,
Andrea Krumm,
Stefan Krumm,
Bernd Lucht,
Matthias Matzke,
Dominik Nille,
Heiko Nille,
Sandra Nille,
Maresa Rapp,
Vanessa Reber,
Lena Schneider,
Franziska Wenger,
Hannah Wientges,
Laurin Witz,
Leila Witz,
Linus Witz,
Lukas Witz


Dirigentin:

Silke D'Inka


Organisation:

Silke D'Inka


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