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2017   England/Irland

Musikalische Leitung: Fabian Dobler
Organisation: Silke D'Inka


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Dirigent 2017: Fabian Dobler


2017 im Überblick:

Bereits wenige Wochen nach seiner erfolgreichen Indien-Konzertreise 2016 präsentierte sich das ALJO/BW 2017 in neuer Besetzung und mit neuem Repertorie. Als Dirigent konnte erstmals Fabian Dobler verpflichtet werden, der sich mit seiner großen Bühnenerfahrung ein innovatives Konzept für die Zusammenarbeit mit dem ALJO erarbeitet hat. Besonders reizvoll und bereichernd ist in diesem Zusammenhang auch die Mitwirkung der beiden Solisten Antje Steen (Bandoneon) und Douglas Yates (Bariton). Das gemeinsame Repertoire besteht aus Originalwerken für Akkordeon sowie Übertragungen klassischer Werke, die eigens von Fabian Dobler für die diesjährige Besetzung eingerichtet wurden.

Als neue Konzertmeisterin folgte Stefanie Hazenbiller auf Matthias Matzke, der sich nach sieben sehr erfolgreichen ALJO-Jahren - davon die letzten vier als Konzertmeister - ganz seiner Profi-Karriere widmet. Herzlichen Dank, Matthias, und viel Erfolg, Stefanie!

Konzerte in Baden-Württemberg wurden am 06.01.2017 in Weil der Stadt sowie am 22.04.2017 in Ochsenhausen ausgerichtet, jeweils als Abschluss der traditionellen Probenphasen in den dortigen Landesakademien.

Im Sommer begab sich das ALJO/BW dann auf eine Konzertreise nach England und Irland. In England hatte bis dahin noch kein ALJO-Konzert stattgefunden. Irland war bereits im Jahr 2006 ein ALJO-Tourneeziel. Keiner der Orchesterspieler 2017 war jedoch damals schon Mitglied im ALJO. Organisatorin Silke D'Inka und mitreisende treue ALJO-Fans freuten sich dagegen schon seit langem auf ein Wiedersehen auf der Grünen Insel.

Bereits mit einem kleinen Beitrag können auch Sie viel zum Gelingen unserer vielseitigen Projektarbeit beitragen. Wir möchten Sie daher an dieser Stelle gerne wieder auf die Möglichkeiten aufmerksam machen, wie Sie die jugendlichen Orchesterspieler direkt unterstützen können:

Wollen Sie das Orchester erst einmal richtig kennenlernen, sind hierfür unsere CDs, Bücher oder der Besuch eines unserer Konzerte am besten geeignet. Besitzen Sie vielleicht schon alle Bücher und CDs? Dann kommt möglicherweise eine kleine Spende für Sie in Betracht?

Eine nachhaltige, jährliche Förderung lassen Sie uns darüberhinaus als Mitglied in unserem Freundeskreis zukommen. Der Basis-Jahresbeitrag beträgt derzeit nur 25,- Euro - verbunden mit zahlreichen Vorteilen auch für Sie. Mitglieder, die das Orchester über diesen Mindestbeitrag hinaus fördern möchten, können seit 2016 auch freiwillig eine höhere Beitragsstufe wählen und erhalten so je nach gewählter Beitragsstufe z.B. kostenlose CDs, ALJO-Bücher oder die Möglichkeit einer kostenlosen Anzeige in der jährlich erscheinenden Rückschau.



Neujahrsphase 2017 mit Abschlusskonzert in Weil der Stadt

Vom 02. bis 06. Januar 2017 wurde die erste Probenphase mit neuer Besetzung in der Landesakademie Weil der Stadt durchgeführt. Am Ende der arbeitsreichen Neujahrsphase stand ein Konzert in der evangelischen Brenzkirche Weil der Stadt. Beginn war am 06.01.2017 um 15:00 Uhr.

ALJO 2017, Brenzkirche Weil der Stadt

Fabian Dobler und seine 28 Orchesterspieler präsentierten sich dabei erstmals in dieser Formation der Öffentlichkeit. Die acht in dieser Saison hinzugekommenen neuen Spieler fügten sich ausgezeichnet in die Orchestergemeinschaft ein und weder Spieler noch Dirigent ließen sich die frostigen Temperaturen im Altarraum der Kirche anmerken. In dem gut einstündigen Konzert wurde nach nur vier Tagen Probe ein Auszug aus dem diesjährigen Repertoire vorgestellt und vom Publikum in der vollbesetzten Kirche mit viel begeistertem Applaus bedacht. Als Bandoneon-Solistin bereicherte Antje Steen den Orchesterklang bei eigens für die diesjährige ALJO-Besetzung von Fabian Dobler hervorragend eingerichteten Werken von Piazzolla. Aus den Reihen des Orchesters zeigten die neue Konzertmeisterin Stefanie Hazenbiller sowie Michael Heringhaus, Andrea Krumm und Sandra Giepmann ihr Können bei anspruchsvollen und souverän dargebotenen Solo-Vorträgen.

Als Ehrengäste waren neben ALJO-Gründer Georg Penz und dem ehemaligen DHV-Bundesdirigenten und -Präsidenten Fritz Dobler auch Herbert Werz sowie die frühere ALJO-Dirigentin Heidrun Neugebauer anwesend. Als Vertreterin des Landesmusikrats Baden-Württemberg e.V. war Frau Schmidt-Engeln zugegen.

Herzlichen Dank an die evangelische Kirchengemeinde Weil der Stadt als Gastgeber sowie an alle Konzertgäste für den kräftigen Applaus und Ihre Spenden.



Probenphase mit Abschlusskonzert in der Landesakademie Ochsenhausen

Vom 18. bis 22. April 2017 traf sich das ALJO/BW zur Osterphase in der Landesakademie Ochsenhausen. Am 22. April fand um 15:00 Uhr das Abschlusskonzert im nahezu vollbesetzten Bibliothekssaal statt.

ALJO-Geschäftsführerin Silke D'Inka begrüßte die Gäste, durch das Programm führte Dirigent Fabian Dobler.

Gemeinsam mit dem Orchester um Dirigent Fabian Dobler machten wiederum Antje Steen am Bandoneon sowie zusätzlich nun auch Gesangs-Solist Douglas Yates (Bariton) das Konzert zu einem innovativen Klangerlebnis. Zu Gehör gebracht wurde das komplette Musikprogramm des Jahres.

Besondere Gäste waren Bundesdirigent Stefan Hippe und Fritz Dobler, die zudem auch mit eigenen Kompositionen im vorgetragenen Repertoire vertreten waren. Natürlich gab sich auch Orchestergründer Georg Penz die Ehre und genoss sichtlich das Konzert.

Der Freundeskreis ALJO/BW nutzte das Konzert für Tonaufnahmen.



Konzertreise nach England und Irland (24.08.- 04.09.2017)

Die Konzertreise 2017 führte das ALJO/BW nach England und Irland. Genau zur richtigen Zeit trotzte das weltoffene Orchester damit einem allgemeinen Trend und feierte mit seiner Musik Gemeinsamkeiten und stärkte die Verbindungen zu den benachbarten Staaten. In vier sehr gut besuchten Konzerten, darunter zwei Kirchen- und ein Benefizkonzert, konnte das ALJO dankbare Briten und Iren mit seiner Musik unterhalten. Der nachstehende Reisebericht vermittelt Ihnen sehr unterhaltsam viele Einzelheiten der erfolgreichen 12-tägigen Konzertreise 2017.

Die gemeinsame Reise begann an den drei Treffpunkten in Leonberg, Walldorf-Wiesloch und in Limburg. Nachdem alle Spielerinnen und Spieler, Dirigent Fabian Dobler und die zwei Solisten Antje Steen und Douglas Yates pünktlich von Busfahrer Roberto Meloni eingesammelt wurden, konnte das Abenteuer beginnen. Der erste, von einer langen Busfahrt geprägte Tag, ging vorüber und die Nacht wurde auf der Fähre von Rotterdam nach Hull verbracht. Der Weg vom Hafengebäude zur Fähre führte durch ein langes Gate, wobei es so schien, als wäre man in der Lobby eines edlen Hotels gelandet. Nach ausgiebiger Schiffserkundung konnten sich alle in ihren Kabinen von dem langen Reisetag erholen.

Bereits um 8 Uhr (Ortszeit England) wurde die Reise mit dem Bus quer durch England fortgesetzt. Etwas gewöhnungsbedürftig war der englische Linksverkehr. Doch Traditions-Busfahrer Roberto erledigte das "mit links". In Holyhead ging es auf die Fähre nach Dublin. Dort angekommen, bezogen alle ihre Zimmer im Maldron Hotel und nach gemeinsamem Abendessen mit Chickenburger und vegetarischem Curry fand ein gemeinsamer Tagesausklang mit einem Mitternachtsständchen für Geburtstagskind Silke D'Inka statt.

Ausgeschlafen und munter traf sich das ALJO nach reichhaltigem Frühstück zur Abfahrt in Dublins Stadtmitte. Dass die Uhren in Irland etwas anders ticken, merkte man bei der gebuchten Stadtführung. Mit etwa einer Stunde Verspätung konnte die zweieinhalbstündige Tour durch Dublin, geführt von dem humorvollen Allen, beginnen. Die sehr belebten und doch ganz stressfreien Gassen mit alten, floristisch geschmückten Backsteinhäusern und vielen landestypischen Pubs verleihen Irlands Hauptstadt ein ganz besonderes Flair. Anschließend verfügten die Spielerinnen und Spieler über Freizeit und konnten eigenen Interessen nachgehen. Ein ganz besonderer Höhepunkt war mit Sicherheit der Besuch des Guinness-Museums. Jeder konnte seinen ganz individuellen Weg durch das Haus des irischen Bieres gehen und die Zutaten, Herkunft und Besonderheiten des Bieres entdecken. Selbstverständlich durften alle volljährigen Spielerinnen und Spieler ein Guinness verköstigen. Der Ausklang des Tages fand in einem Pub statt.

Am nächsten Morgen hatten alle genug Zeit zur Verfügung um in den Genuss des hoteleigenen Innenpools oder des Fitnessraums zu kommen und ausgiebig zu frühstücken. Die Fahrt nach Trim zum Trim Castle, einem normannischen Kastell, wurde angetreten. Eine typisch irische Kulisse boten die aus altem Steingemäuer bestehenden Ruinen der ehemaligen Burg, der Turm und die Grenzmauer. Umgeben von saftig grünen und hügeligen Wiesen und dicht bewölktem Himmel, war das Fotomotiv perfekt. Zufällig wurde an diesem Tag unmittelbar neben dem Trim Castle ein Festival veranstaltet, was den Spaziergang über die Festung durch traditionell irische Musik verfeinerte. Nachmittags fand eine Probe statt. Nach mehrstündigem Auffrischen des Repertoires servierten die Organisatoren Yvonne und John Chilton vom ortsansässigen Castletown Accordion Orchestra leckere Sandwiches mit Chips und Dip.

Nachdem der nächste Vormittag erneut zur freien Verfügung stand, war nachmittags Abfahrt nach Brú Na Bóinne, wo das ALJO im Visitor Centre eine Ausstellung über eine der archäologisch wichtigsten Landschaften der Welt besichtigte. Direkt im Anschluss daran fuhr der Bus zu einem dieser zuvor ausgestellten, spektakulären prähistorischen Ganggräber, welche als Grabhügel aus der Landschaft ragen. Der Weg zur Konzertstätte wurde fortgesetzt und so fand abends in der St. Anne's Church in Bailieborough ein gemeinsames Konzert mit dem Castletown Accordion Orchestra statt. Nachdem das Partnerorchester die erste Hälfte des Abends bestritt, nahm das ALJO in der zweiten Konzerthälfte den Platz auf der Bühne ein. Das ALJO und die Bandoneon-Solistin Antje Steen eröffneten mit "Tangata" von Astor Piazzolla den zweiten Konzertteil. Es folgte Schumanns "Waldesgespräch", wofür Sänger Douglas Yates zum ersten Mal die Bühne betrat. Astor Piazzollas "Oblivion" erklang mit Gesang und Bandoneon, woraufhin alle großen Beifall ernteten. Weitere Stücke, wie "La Muerte del Angel" von Astor Piazzolla, "Folksongs of the British Isles" von Benjamin Britten, die spanischen "Canciones populares Españolas" von Manuel de Falla und Mark Hayes "Joshua" folgten. Das Publikum der voll besetzten St. Anne's Church bedankte sich mit großem Applaus und so erklang ganz euphorisch der vierte Satz namens Moderato aus der "Keniade" des mitgereisten Komponisten Fritz Dobler. Die Zuhörer forderten mit Standing Ovations eine Zugabe und so leitete Dirigent Fabian Dobler den Auftakt zum "Pomp and Circumstance" von Edward Elgar ein. Im Anschluss an das erfolgreiche Konzert wurden die Spielerinnen und Spieler mit Finger Food und Kaffee oder Tee verköstigt.

Am nächsten Morgen machten sich fast alle auf den Weg in die circa elf Kilometer vom Hotel entfernte Stadtmitte Dublins, um dort ein letztes Mal etwas Zeit zu verbringen. Abends trafen sich alle am Saint Agnes Community Centre for Music and Arts für das zweite Konzert. Der Anlass war an diesem Abend ein Benefizkonzert zugunsten von benachteiligten Kindern. Sister Bernadette hatte diese Veranstaltung organisiert und voller positiver Ausstrahlung und Charme moderiert. Zu hören bekamen die Konzertbesucher in der ersten Hälfte die "Ballade" von Fritz Dobler, "Tangata", "Oblivion" und "La Muerte del Angel" von Astor Piazzolla und Schumanns "Waldesgepräch". Zwischen den Stücken glänzten Dirigent Fabian Dobler und Sänger Douglas Yates mit humorvollen Liedansagen und so herrschte während des Konzertes eine lockere Atmosphäre. Sister Bernadette nutzte die Pause für die Durchführung einer Tombola, was für das ALJO und die Konzertbesucher durchaus amüsant zu beobachten war. Zum Ende der Pause sang das Publikum unter der Anleitung von Sister Bernadette ein irisches Volkslied und so konnte die zweite Konzerthälfte folgen. Die "Folksongs of the British Isles" von Benjamin Britten und "Joshua" von Astor Piazzolla erklangen vokal und instrumental. Den Schlussakzent setzte das ALJO mit dem vierten Satz aus Fritz Doblers "Keniade" und der bis auf den letzten Stuhl mit Zuhörern gefüllte Saal wurde mit frenetischem Beifall gefüllt und die Spielerinnen und Spieler wurden mit Standing Ovations verabschiedet.

Am nächsten Morgen hieß es schon wieder Abschied nehmen vom schönen Dublin. Das Verwöhnt-werden im Maldron Hotel hatte ein Ende und die Fahrt nach Waterford wurde angetreten. Nach dem Einchecken im Hotel Travelodge ging es weiter nach Kilkenny, wo eine gemeinsame Besichtigung des Kilkenny Castles stattfand. Das Durchlaufen der einzelnen Schlosszimmer gestaltete sich äußerst interessant. Besonders die Erzählungen über die irischen und britischen Adelsleute waren sehr amüsant. Was den Schlossgarten betrifft, so sind die Iren besonders bemüht, die grasgrünen Wiesen äußerst akkurat zu pflegen. Anschließend fand in der Kirche von Kilkenny das dritte Konzert statt. Leider hatte sich Sänger Douglas stark erkältet und konnte bedauernswerterweise nicht solistisch mitwirken. So wurde das Konzertprogramm kurzfristig umgestaltet und durch drei Akkordeonsoli ergänzt. Dennoch konnte das Konzert souverän bestritten werden, was an dem kräftigen Beifall und den stehenden Ovationen abzulesen war. Das ALJO eröffnete mit "Krakatao" von Stefan Hippe, daraufhin folgten "Tangata" und "La Muerte del Angel" von Astor Piazzolla. Es folgten die drei Solostücke von Sandra Giepmann, Michael Heringhaus und Andrea Krumm. Mit der "Ballade" und der "Keniade" von Fritz Dobler präsentierte sich das ALJO danach nochmals in vollem Orchesterklang. Nach lang anhaltendem Applaus kündigte Dirigent Fabian Dobler als Zugabe die eigentlich englische Hymne "Pomp and Circumstance" von Edward Elgar als Brexit-Marsch an, womit sich das Orchester von dem schmunzelnden Publikum musikalisch verabschiedete. Am Ende des Konzertabends bedankte sich Pfarrer Noel Cleere bei dem ALJO für das Konzert und gemeinsam wurde dem Geburtstagskind Fabian Dobler ein Ständchen gesungen. Nach dem Konzert konnten sich alle bei Pizza, Sandwiches, Kaffee und Tee stärken und wurden von den sehr zuvorkommenden, älteren irischen Damen bestens umsorgt.

Für ganz außergewöhnlich hielten alle das Frühstück am nächsten Morgen, denn in einem Diner wurden Burger, Omelette und Pancakes serviert. Anschließend war Abfahrt nach Moher an die Südwestküste zu den berühmten Cliffs of Moher. In Kleingruppen konnten die Wanderwege an der Küste entlang gelaufen und die gigantische Landschaft der bekanntesten Steilklippen Irlands erkundet und bestaunt werden. Der Anblick entlang der nahezu senkrecht aus dem nordatlantischen Ozean ragenden Steinklippen hinweg über grasbewachsene Hügel zum hellblauen mit Wolken geschmückten Himmel - klanglich verfeinert durch Wind und Meer - war ein purer Genuss für Augen und Ohren. Sicherlich werden die bildhaften Eindrücke von diesem Tag allen für lange Zeit in Erinnerung bleiben. Nach dreistündiger Rückfahrt ins südöstlich gelegene Waterford fand ein gemeinsames Abendessen im Restaurant "Revolution" mit anschließender Whiskeyprobe statt. Der Restaurant- und Barbesitzer konnte allen viel über die Herkunft, Gewinnung und den Vertrieb der edlen irischen Spirituose erzählen. So gingen alle volljährigen Spielerinnen und Spieler als "Whiskey-Experten" nach Hause.

Bereits um sechs Uhr morgens musste pünktlich die Abfahrt angetreten werden um die Fähre in Rosslare nicht zu verpassen. Nach einem langen Reisetag kam der Bus abends am Queens Hotel in London an, wobei nach dem Abendessen alle so geschafft waren, dass die Nacht ein schnelles Ende fand.

Am ersten Morgen in London bot Busfahrer Roberto dem ALJO eine Sightseeingtour mit dem Bus durch London. Alle Achtung! Selbst neben Großstadt- und Linksverkehr zeigte er alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt Englands und lieferte dazu detailreiche Informationen. Sicherlich ist das ALJO jetzt bestens über Big Ben, Westminster Abbey, Buckingham Palast, die Tower Bridge und viele weitere Wahrzeichen Londons informiert. Nachmittags konnte in einzelnen Gruppen den eigenen Interessen nachgegangen werden. So ging mancher Harry Potter-Fanatiker zum Kings Cross Bahnhof um die berühmte Filmkulisse zu betrachten und sich im Store am Gleis 9 3/4 auszutoben. Andere entschieden sich für einem Spaziergang entlang der Themse.

Das letzte Konzert der Tournee stand am vorletzten Tag an. So begann nach der Anspielprobe das Doppelkonzert mit dem London Accordion Orchestra im Diorama Arts Centre pünktlich im voll besetzten Saal. Das Partnerorchester übernahm den ersten Konzertteil und spielte unter anderem den "Danzón No.2" von Arturo Marquez, sowie drei Sätze aus Gustav Holsts Orchestersuite "Die Planeten", dirigiert von Ian Watson. Den zweiten Konzertteil eröffnete das ALJO mit der "Ballade" von Fritz Dobler. Die Solisten Antje Steen und Douglas Yates betraten die Bühne und so erklangen die gemeinsamen Stücke. Nach lang anhaltendem Applaus erklang die von dem Publikum frenetisch gefeierte englische Hymne "Pomp and Circumstance" von Edward Elgar. Doch damit nicht genug - das englische Publikum wollte das ALJO noch nicht verabschieden und so wurde mit dem Stück "Joshua" von Mark Hayes gemeinsam mit dem Sänger Douglas Yates eine weitere Zugabe präsentiert. Anschließend verköstigte das London Accordion Orchestra alle Spielerinnen und Spieler mit selbst gemachtem und reichhaltigem Finger Food und der Abend fand einen gemeinsamen Ausklang im Pub. Leider konnte die sich zu jener Zeit im Buckingham Palast aufhaltende Queen Elisabeth II bei dem Konzert nicht als Ehrengast begrüßt werden. Da ließ sie sich wohl etwas entgehen.

Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen von der Britischen Insel. Nach circa 16 Stunden Bus- und Fährfahrt brachte Busfahrer Roberto alle heil an den heimischen Parkplätzen an.

Dank für diese unvergessliche ALJO-Saison 2017 gilt vorrangig der Organisatorin Silke D´Inka. Wie gewohnt bot sie dem ALJO eine bestens vorbereitete Tournee durch England und Irland. Die Eindrücke der Konzerte, Ausflüge und Orchestergemeinschaft sind sicherlich prägend. Weiterer Dank gilt dem Dirigenten Fabian Dobler. Mit ihm durfte das ALJO neue Erfahrungen auf musikalischer Ebene machen und das Verständnis der Musik erweitern. Den Solisten Antje Steen und Douglas Yates sei ebenfalls gedankt. Das gemeinsame Musizieren war für alle Spielerinnen und Spieler eine wunderbare Erfahrung und auch menschlich waren die beiden eine große Bereicherung für das ALJO.

Die Konzertveranstaltungen der Irland/England-Reise:

Montag, 28.08.2017
19:30 Uhr, St. Anne's Church, Bailieborough

Dienstag, 29.08.2017
19:30 Uhr, St. Agnes Community Centre for Music and the Arts, Dublin

Mittwoch, 30.08.2017
20:00 Uhr, St. Lachtain's Church of Ireland, Freshford

Sonntag, 03.09.2017
16:30 Uhr, Diorama Arts Centre, London

Wenn Sie das Orchester bei seiner Projektarbeit unterstützen möchten, sei an dieser Stelle auf die Fördermöglichkeiten über unseren Freundeskreis Akkordeon-Landesjugendorchester im Landesmusikrat Baden-Württemberg e.V. verwiesen.



Die Termine im Jahr 2017:

02. - 06. Januar:
Probenphase in der Landesakademie Weil der Stadt

06. Januar:
Konzert in der evangelischen Brenzkirche Weil der Stadt
Beginn: 15:00 Uhr

18. - 22. April:
Probenphase in der Landesakademie Ochsenhausen

22. April:
Konzert im Bibliothekssaal der Landesakademie Ochsenhausen
Beginn: 15:00 Uhr

24. August - 04. September:
Tournee nach England/Irland

28. August 2017:
Konzert in der St. Anne's Church, Bailieborough
Beginn: 19:30 Uhr

29. August 2017:
Konzert im St. Agnes Community Centre for Music and the Arts, Dublin
Beginn: 19:30 Uhr

30. August 2017:
Konzert in der St. Lachtain's Church of Ireland, Freshford
Beginn: 20:00 Uhr

03. September 2017:
Konzert im Diorama Arts Centre, London
Beginn: 16:30 Uhr


Besetzung 2017:

Angelina Baumgart,
Sandra Giepmann,
Darja Goldberg,
Stefanie Hazenbiller,
Emily Hehl,
Michael Heringhaus,
Katja Herrmann,
Jörg Hoffmann,
Carmen Huber,
Lisa Kammer,
Sarina Kary,
Patricia Keppler,
Tim Keppler,
David Kiefer,
Marlene Kogel,
Theresa Köhn,
Andrea Krumm,
Stefan Krumm,
Victoria Ludwig,
Dominik Nille,
Heiko Nille,
Sandra Nille,
Maresa Rapp,
Mona Weingart,
Leila Witz,
Linus Witz,
Michael Ziegler


Solisten:

Bandoneon: Antje Steen, Hamburg
Homepage von Antje Steen

Bariton: Douglas Yates, Fürth
Homepage von Douglas Yates


Dirigent:

Fabian Dobler


Organisation:

Silke D'Inka


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