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Musikalische Leitung im Jahr 2022:

Johannes Baumann

Johannes Baumann wurde in Oberkirch/Baden geboren und absolvierte seine Ausbildung am Hohner-Konservatorium mit den Hauptfächern Akkordeon und Dirigieren. Weitere Studien erfolgten bei Walter Hügler und Bernd Maltry. Darüber hinaus besuchte er Meisterkurse bei Douglas Bostock, Jacob de Haan und Johann Mösenbichler. Er ist ein vielgefragter Dozent und Juror und leitet in der Nachfolge von Karl Perenthaler das Hohner-Orchesters Trossingen 1927 e.V.

Auch als Juror ist er seit 1985 in nationalen und internationalen Musikwettbewerben tätig. 2013 übernahm er den Vorsitz der Höchststufen-Jury beim World Music Festival in Innsbruck. Er ist Mitglied im Musikbeirat des DHV, Mitglied des erweiterten Präsidiums des DHV und seit 2000 Landesdirigent des DHV Landesverbandes Baden-Württemberg. Hier ist er in der Organisation von Wettbewerben und in der Dirigenten- und Jurorenschulung tätig.

Das ALJO leitete Baumann erstmals im Jahr 2020, jedoch mussten aufgrund der Coronavirus-Pandemie sämtliche Orchesteraktivitäten leider bereits nach dem ersten Probenwochenende eingestellt werden. Nachdem die versuchte Wiederholung im Jahr 2021 ebenfalls den pandemiebedingten Einschränkungen zum Opfer fiel, wurde das Engagement von Johannes Baumann noch auf das Jahr 2022 ausgedehnt.

ALJO-Dirigenten 1985-2021 (alphabetisch):

Thomas Bauer

Thomas Bauer, Jahrgang 1960, erhielt eine musikalische Grundausbildung an den Instrumenten Akkordeon, Klavier, Trompete und Schlagzeug. Nach dem Abitur studierte er Luft- und Raumfahrttechnik in Stuttgart. Ab 1982 studierte er am Hohner-Konservatorium Trossingen mit den Hauptfächern Akkordeon, Klavier, Dirigieren und schloss 1985 mit Auszeichnung ab. 1986 belegte er am Konservatorium die Solistenklasse. In den folgenden Jahren nahm er Dirigierunterricht bei Prof. Jörg Färber und Bernd Maltry und besuchte Dirigentenseminare bei Prof. Walter Hügler, Prof. Karl-Heinz Bloemeke und Fritz Dobler. Bei Fritz Dobler erhielt er 1993-1994 ein Dirigierstipendium des Deutschen Harmonika-Verbands. Von 1999 bis 2001 absolvierte er eine Kirchenmusikausbildung in Orgelspiel und Chorleitung und legte die C-Prüfung ab. Seit 1985 ist er Dozent für Dirigieren, Ensemblespiel und Musiktheorie beim DHV sowie Lehrbeauftragter für Klavier, Akkordeon, Kammermusik und Musiktheorie an der Musikschule Ebersbach/Schlierbach. 1985-2010 war er Leiter des Trossinger Akkordeon-Ensembles, 2001 bis 2006 Mitglied der Schorndorfer Kantorei. Als Dirigent des Akkordeon-Orchesters Baltmannsweiler, des Harmonika-Orchesters Uhingen und des 1. Akkordeonorchesters der Chorgemeinschaft Eintracht-Liederkranz Köngen konnte er bereits zahlreiche musikalische Großprojekte verwirklichen und blickt auf eine große Zahl an herausragenden internationalen Wettbewerbserfolgen, darunter der 1. Platz in der Höchststufe beim World Music Festival in Innsbruck/Österreich. Seit 2004 ist er Dirigent des Landes-Akkordeon-Orchesters Berlin und seit 2006 leitet er auch das Landes-Akkordeon-Orchester Hessen. Im Jahr 2014 war er erstmals Dirigent des Akkordeon-Landesjugendorchesters Baden-Württemberg.

Silke D'Inka

Nach erfolgreich bestandenem Abitur am Markgräfler Gymnasium Müllheim/Baden studierte Silke D'Inka von 1999 an am Hohner Konservatorium Trossingen in den Hauptfächern Klassisches Akkordeon (Werner Glutsch), Dirigieren (Fritz Dobler) und Elementare Musikpädagogik (Patricia Schweickert-Laube) und schloss dieses Studium 2003 mit der Gesamtnote 1 ab. Im Anschluss absolvierte sie die Solistenklasse Arrangement bei Hans-Günther Kölz und erhielt darüber hinaus ein Stipendium für Dirigieren beim damaligen Bundesdirigenten Fritz Dobler. Danach nahm sie ein weiterbildendes Studium an der Universität Freiburg in den Fächern Musikwissenschaft und Psychologie auf. Sie ist Bezirksdirigentin des DHV-Bezirks Breisgau, Sprecherin der DHV-Bezirksdirigenten, Mitglied im Fachbereich Orchester des BMCO und im DHV-Präsidium sowie seit 2020 DHV-Bundesdirigentin.

Silke D'Inka war Spielerin und Konzertmeisterin im Akkordeon-Landesjugendorchester Baden-Württemberg (ALJO/BW), ist Spielerin im Markgräfler Akkordeon Ensemble (MAE) sowie Gründungsmitglied und Stimmführerin des Bundesakkordeonorchesters (BuAkkO). Tourneen führten sie als Musikerin in verschiedensten Formationen ins europäische Ausland, nach Australien, USA, Aserbaidschan, Costa Rica, Russland, China und Indien.

Silke D'Inka ist als Dozentin für den DHV, als Jurorin für verschiedene Wettbewerbe (u.a. Jugend musiziert, DOW, AMP) und als Gastdirigentin in verschiedenen Formationen tätig. Mit Beginn der Saison 2011 wurde sie zur Geschäftsführerin des Akkordeon-Landesjugendorchesters Baden-Württemberg bestellt, für die Konzertsaisons 2013 (Costa Rica) und 2016 (Indien) wurde Silke D'Inka vom Kuratorium des Landesmusikrats/BW als Dirigentin des ALJO/BW verpflichtet.

2021 wurde Silke D'Inka ins Präsidium des Deutschen Musikrats gewählt.

Fabian Dobler

Dirigent, Tonsetzer, Autor, Pianist. Studium in Hannover bei Hans-Herbert Jöris und Lutz Köhler, private Studien in Zürich bei Nello Santi. Dirigate u.a. am Staatstheater Buenos Aires, Theater der Landeshauptstadt Magdeburg, Staatstheater Darmstadt, Antikenfestspiele Trier, Landestheater Detmold, Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz, Städtebundtheater Hof, Hochschule Trossingen, Theater Luzern, Stadttheater Würzburg. 2009-2014 Musikalischer Leiter der Hamburger Kammeroper. Seit 2004 Künstlerischer Leiter von [OPERASSION]. Das preisgekrönte Ensemble transportiert klassisches Repertoire ins 21. Jahrhundert. Für die Spielzeit 2011/12 erhielt Dobler mit der Hamburger Kammeroper den Pegasus (Theaterpreis der EXXON-Stiftung), 2013 erhielt die von Dobler instrumentierte und dirigierte Produktion "Lauter Verrückte" den Rolf-Mares-Preis der Hamburger Theater. Internationale Konzerttätigkeit. Auftritte als Pianist u.a. in USA, Argentinien, Südkorea, Dänemark, Österreich, Schweiz, Italien, Deutschland. Das ALJO/BW dirigierte Fabian Dobler erstmals im Jahr 2017, mit dabei im Projekt: das Ensemble [OPERASSION]. Weitere Informationen über Fabian Dobler erhalten Sie auf seiner Homepage.

Fritz Dobler

Fritz Dobler wurde am 24.06.1927 in Singen/Hohentwiel geboren. Bereits als 8-jähriger war er dort aufgrund seiner musikalischen Begabung bekannt und begann 1942, erst 15-jährig, ein Musiklehrerstudium an der Städtischen Musikschule Trossingen (heute Hohner-Konservatorium). Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft kehrte er dorthin zurück und war von 1947-71 Dozent für Akkordeon, Dirigieren und Tonsatz. Als Instrumentalist war er "Deutscher Akkordeonmeister 1949" - er war auch der erste, der die damals neu geschaffene Solistenprüfung an der Städtischen Musikschule ablegte und mit Auszeichung bestand. 1954 gewann er den Coupe Mondiale. 1958 begann Fritz Dobler neben seiner Tätigkeit in Trossingen das Kapellmeisterstudium an der Musikhochschule Stuttgart, das er 1965 mit der Künstlerischen Reifeprüfung abschloß. Viele Originalkompositionen, insbesondere von Wolfgang Jacobi, entstanden in direkter Zusammenarbeit des Komponisten mit ihm und wurden dann unter seiner Leitung auch zur Uraufführung gebracht. 1971 wurde Fritz Dobler Städtischer Musikdirektor in Singen und Leiter der dortigen Musikschule. Er gab regelmäßig Gastkonzerte als Dirigent der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz. Von 1988 bis 2009 war er Bundesdirigent des DHV. Der Komponist Fritz Dobler schuf Werke für Akkordeon-Solo und -Orchester in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Für sein Engagement als Komponist für das Laienmusizieren erhielt Fritz Dobler 1989 das "Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik". Charakteristisch für Fritz Dobler ist seine engagierte Vorreiterrolle. Als erster und lange Zeit einziger Akkordeonist mit Hochschulabschluß führte er Originalkompositionen, darunter überaus zahlreiche Uraufführungen, und vor allem Transkriptionen frühklassischer Werke (z.B. von Bach) auf. Er brachte das Akkordeon mit Einzeltonmanual auf der Bass-Seite (M III) nach Deutschland und war als Leiter des Trossinger Seminarorchesters zusammen mit Rudolf Würthner, der die Leitung des "Orchesters des Hauses Hohner" innehatte, maßgeblich an der Ausbreitung und Entwicklung des Akkordeon-Orchesters beteiligt. Von 2009 bis 2013 war Fritz Dobler Präsident des Deutschen Harmonika-Verbands. Das ALJO dirigierte er in den Jahren 1999, 2004 und 2010.

Jürgen Farkas

Jürgen Farkas, Jahrgang 1978, erhielt von 1986 bis 1998 Akkordeonunterricht bei Wolfgang Ruß. Einer seiner zahlreichen Erfolge dieser Zeit war ein 1. Platz beim Deutschen Akkordeonmusikpreis (DAM) 1997 in der Kategorie "Virtuose Unterhaltungsmusik". Von 1998 bis zum Abschluss im Jahr 2003 studierte er am Hohner-Konservatorium Trossingen mit den Hauptfächern Akkordeon (Werner Glutsch), Dirigieren (Fritz Dobler) und elementare Musikpädagogik (Patricia Schweikert-Laube). Dabei war er von 2001 bis 2003 Konzertmeister des dortigen Seminarorchesters. Von 2002 bis 2007 war er zudem Konzertmeister im Akkordeon-Landesjugendorchester Baden-Württemberg. Seit 2004 ist er Dirigent des Akkordeonvereins Schönaich. Desweiteren ist er tätig als Dozent für D-Lehrgänge und als Juror bei verschiedenen Wertungsspielen und engagiert sich als stellvertretender Bezirksdirigent im DHV-Bezirk Würm-Nagold. In den Jahren 2007 bis 2008 machte er ein Aufbaustudium Dirigieren/Orchesterleitung am Hohner-Konservatorium Trossingen, im Jahr 2009 war er erstmals Dirigent des ALJO. Weitere Informationen über Jürgen Farkas erhalten Sie auf seiner Homepage.

Fred Hector (†)

Fred Hector, Schüler von Heinz Funk, begann sein Musikstudium 1957 bei Hugo Herrmann in Trossingen. Der Akkordeonist Hector verspürte nach dem Ende seines musikpädagogischen Studiums zunächst wenig Lust zur Unterrichtstätigkeit. Statt dessen ermöglichte ihm eine freigewordene Stelle im "Würthner-Orchester" den Einstieg in das einzig bestehende deutsche Profiorchester als Akkordeonist. Mit diesem Orchester sammelte er seine Erfahrungen bei Konzertreisen im In- und Ausland. Nach der Auflösung des Orchesters des Hauses Hohner gründeten Fred und Antje Hector 1965 in Hamburg eine private Musikschule. Hectors Vorliebe galt der gehobenen Unterhaltungsmusik. Das ALJO dirigierte er im Jahr 1995.

Stefan Hippe

Stefan Hippe stammt aus Nürnberg und studierte dort Musik (Akkordeon bei Willi Münch und Irene Kauper) sowie an der Hochschule für Musik in Würzburg (Komposition bei Bertold Hummel und Heinz Winbeck, außerdem Dirigieren bei Günther Wich). Für seine bisher rund 130 Kompositionen erhielt er diverse Kompositionspreise, darunter einen 1. Preis beim Internationalen Kompositionswettbewerb der Sommerlichen Musikakademie Hitzacker 1994 für sein 2. Streichquartett. 1997 bekam er ein halbjähriges Stipendium an der „Cité internationale des Arts“ in Paris zugesprochen und erhielt 1998 den Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg, sowie im Jahr 2000 den Bayerischen Förderungspreis für junge Künstler. Seit 1999 unterrichtet er an der Musikschule Nürnberg Akkordeon und Komposition (1/2 Stelle). Seit 2015 ist er Dozent für Dirigieren, Partiturspiel und Musikgeschichte am HOHNER-Konservatorium Trossingen und Dirigent des dortigen Seminarorchesters. Ehrenamtlich ist er seit 2002 als Landesdirigent im DHV Bayern tätig und war von 2009 bis 2020 Bundesdirigent des DHV. Weitere Informationen über Stefan Hippe erhalten Sie auf seiner Homepage. ALJO-Dirigent der Jahre 1998, 2007, 2010, 2012, 2018 und 2019.

 

 

Eugen Hohnecker (†)

Irene Kauper

Bernd Maltry (†)

Bernd Maltry studierte von 1973 bis 1976 am Hohner Konservatorium Trossingen und war dort Konzertmeister im Seminarorchester unter der Leitung von Rudolf Würthner sowie Mitglied des "Rudolf Würthner Ensembles". Von 1976 bis 1984 arbeitete er u.a. als Dirigent des Ingolstädter Akkordeonorchesters. Mit diesem Orchester konnte er die Wettbewerbe im Rahmen des Internationalen Akkordeonfestivals 1978 in Ieper/Belgien sowie des Internationalen Akkordeonfestivals 1983 in Innsbruck gewinnen. 1978 bis 2008 war Bernd Maltry Dozent am Richard Strauss Konservatorium München. Nach der Fusion des Konservatoriums mit der Hochschule für Musik und Theater München 2008 war er bis Oktober 2014 an der Hochschule tätig. Von 1980-1982 absolvierte er ein Dirigierstudium bei Sergiu Celibidache und den Münchner Philharmonikern. Nach dem Akkordeonorchester Ingolstadt leitete Bernd Maltry von 1983 bis 1987 das Akkordeonorchester Baltmannsweiler und war von 1986 bis 2006 Dirigent des AUDI-Werksorchesters (symphonisches Blasorchester) in Ingolstadt. Von 1990 bis 1991 sowie von 1993 bis 1995 dirigierte er das Landesjugendorchester Bayern, im Projektjahr '96/'97 auch das Landes-Akkordeon-Orchester Hessen. Von 1991 bis 1993, 1996, 2001 und 2003 war Bernd Maltry Dirigent des Akkordeon-Landesjugendorchesters Baden-Württemberg. Im Februar 2015 verstarb er im Alter von nur 65 Jahren.

Heidrun Neugebauer

geb. am 10. Oktober 1966 in Lahr.

Seit 1973 Akkordeonunterricht. 1981 bis 1982 Dirigentenlehrgang bei Paul Hey. 1982 bis 1987 Dirigentin des Jugendorchesters in Ettenheim. 1985 wurde sie Konzertmeisterin des Akkordeon-Landesjugendorchesters Baden-Württemberg. 1986 legte Heidrun Neugebauer das Abitur ab, danach folgte bis 1990 das Studium am Hohner-Konservatorium Trossingen. 1987 bis 1992 war sie Konzertmeisterin des ersten Seminar-Orchesters des Hohner-Konservatoriums in Trossingen unter Fritz Dobler. 1990 bis 1992 hatte sie einen Lehrauftrag für Akkordeon an der Musikschule in Ebersbach und war Dirigentin des Jugendorchesters Ebersbach. Seit 1992 Dirigentin des Juniorenorchesters Ebersbach. Seit 1988 Mitglied des Trossinger Akkordeon-Ensembles. Dirigentische Weiterbildung und Jurysymposium bei Bundesdirigent Fritz Dobler. Jurymitglied bei "Jugend musiziert" und vielen Akkordeon-Wettbewerben. Seit September 1992 ist Heidrun Neugebauer Musiklehrerin in der Jugendausbildung des Harmonika-Vereins Holzgerlingen und seit August 1994 bis heute Dirigentin des 1. und 2. Orchesters. ALJO-Dirigentin der Jahre 2006, 2008 und 2011.

Georg Penz

Georg Penz, Jahrgang 1934, kam nach seiner Staatsprüfung am heutigen Hohner-Konservatorium in Trossingen im Herbst 1956 auf Anregung und Einladung von Prof. Erich Ganzenmüller nach Schwäbisch Gmünd, gründete eine "private Musikschule" und wurde für mehrere Jahre am damaligen Pädagogischen Institut Lehrbeauftragter für Akkordeon. Es folgten erfolgreiche Orchesterjahre mit unzähligen Konzerten in und um Schwäbisch Gmünd, bald auch Konzertreisen und Teilnahmen an internationalen Wettbewerben.
Im Jahr 1981 wurde Georg Penz neben seiner Tätigkeit als Musiklehrer und Orchesterleiter in das Team "Jugendarbeit" im Deutschen Harmonika-Verband berufen: Mit der Gründung der Akkordeonjugend Baden-Württemberg bis zu deren öffentlicher Anerkennung durch das Kultusministerium Baden-Württemberg kamen fachliche und überfachliche Landesveranstaltungen hinzu.
Der damalige DHV-Präsident Walter Bilger gab Georg Penz den Auftrag, zusammen mit der Bundesakademie Trossingen die D- und C-Kurse für den Verband zu erarbeiten. Hinzu kam 1985 als weiterer Auftrag die Installation eines Landesjugendorchesters in Zusammenarbeit mit dem Landesmusikrat Baden-Württemberg. Aufstieg zum DHV-Vizepräsidenten, Vorsitzender des Bundesmusikausschusses, Delegierter für Akkordeonfragen beim Landesmusikrat und im Deutschen Musikrat.
Über 25 Jahre organisierte er die Konzerte und Tourneen des ALJO auf allen fünf Kontinenten, ehe er zur Saison 2011 die Geschäftsführung an Silke D'Inka übergab.
Aufgrund seiner vielseitigen Aktivitäten in unterschiedlichen Fachbereichen, aber auch und gerade für ehrenamtliche Tätigkeiten, konnte Georg Penz viele Ehrungen und Auszeichnungen entgegennehmen. Darunter DHV-Ehrungen mit Ehrennadeln, Ehrenmedaille und Rudolf-Würthner-Medaille, die Hugo-Hermann-Medaille des DALV, sowie das Bundesverdienstkreuz und die Staufermedaille des Ministerpräsidenten.

Udo Penz

Udo Penz hatte seine Ausbildung am Hohner-Konservatorium in Trossingen als staatlich geprüfter Musiklehrer und die künstlerische Reifeprüfung als Akkordeonist im Jahre 1988 abgelegt. Hinzu kommen Einladungen des Deutschen Musikrates zur Fort- und Weiterbildung; u.a. Stipendiat an der Musikhochschule Stuttgart, 1989 Preisträger an der Sommerakademie für junge Dirigenten in Biel/Schweiz (mit Sinfonieorchester) und im Jahr 1993 Dirigierkurs in Berlin und an der Bundesakademie in Trossingen bei Fritz Dobler. 1995 Gründung des Akkordeon Kammermusik Ensemble "accordionArt", und damit 1996 1. Preisträger beim Internationalen Rudolf Würthner Musikpreis. Seit 1999 Leiter der privaten Musikschule Penz und Lehrbeauftragter für Akkordeon an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. Ungezählte Auftritte bei Konzerten und Wettbewerben in Deutschland, Frankreich, Österreich, Schweiz, Jugoslawien, Dänemark, England, Irland, Belgien, Holland, Ungarn, sowie in den USA, Kanada und Mexiko verhalfen dem Orchester Penz zu seinem international guten Ruf. Zahlreiche 1. Preise und Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben, Radio- und Fernsehaufnahmen, LP-, MC- und CD-Produktionen dürfen bei der Vorstellung des Orchesters als herausragende Aktivitäten genannt werden. Das ALJO Baden-Württemberg dirigierte Udo Penz 1990, 1994, 1997, 2000, 2002 und 2004-2005.

Wolfgang Pfeffer (†)

Wolfgang Pfeffer studierte von 1968 bis 1975 an der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe Akkordeon und Orchesterleitung (zeitweise auch in Salzburg und in den USA - Kapellmeister Studium). 1970 bis 1972 war er Stipendiat bei Leonard Bernstein in Tenglewood/Lenox, USA und begann 1973 mit Kompositionsstudien u.a. bei Paul Kühmstedt. 1981 folgte ein Dirigentenseminar bei Prof. Jörg Färber (Württ. Kammerorchester). Von 1992 bis 1996 war er Stipendiat des Deutschen Musikrates bei Sergiu Celibidache in München. Ab 1979 war er Lehrkraft für Akkordeon und Dirigieren an der Musik- und Kunstschule Bruchsal. Pfeffer war über Jahrzehnte ein sehr geschätzter Dozent für Dirigieren und Interpretation an Landes- und Bundesmusikakademien sowie beim Deutschen Musikrat und weiteren musikalischen Fachverbänden. 2006 wurde er zum Bezirksdirigent des DHV-Bezirks Karlsruhe gewählt, ab 2009 war er Sprecher der Bezirksdirigenten des DHV. Als Dirigent des HC Untergrombach errang er zahlreiche Spitzenplatzierungen bei internationalen Wertungsspielen. Das ALJO/BW dirigierte er in der Saison 2015, ehe er im August 2016 viel zu früh im Alter von nur 65 Jahren verstarb.

Fritz Pilsl (†)

Jahrgang 1933. Musikstudium in Trossingen (Klavier und Akkordeon) am Konservatorium. Chorleitung am Hochschulinstitut, Dirigieren bei Walter Hügler, Kompositionsunterricht bei Prof. Hugo Herrmann. 1956 machte Fritz Pilsl sein Abschlussexamen. 1957 begann er mit Studium und Lehrtätigkeit in Kopenhagen. 1958 setzte er das Studium in Trossingen in der Meisterklasse, Abschlussexamen Künstlerische Reife, fort. Im selben Jahr war er Gewinner des Coupe Mondial in Pollanza/Italien (Chromonika), daraufhin folgten Konzertreisen durch Skandinavien und die DDR. 1959 wurde er Geschäftsführer des Deutschen Akkordeon-Lehrer-Verbands, Schriftleiter der Zeitschrift 'Der Volksmusiklehrer', 1961 selbstständiger Privatmusiklehrer in Ulm und 1963 Lehrkraft an der Musikschule der Stadt Neu-Ulm für Klavier und Gitarre (Kompositionsunterricht bei Prof. B. Rövenstrunck). Stellvertretenter Leiter der Musikschule der Stadt Neu-Ulm wurde Fritz Pilsl 1975. Von 1984-96 war er dann Leiter dieser Musikschule. Zudem war er Mitglied zahlreicher Verbände und politischer Gremien, außerdem Juror bei nationalen und internationalen Musikwettbewerben und ständiger Dozent bei verschiedensten musikalischen Fortbildungsmaßnahmen. Im März 2018 verstarb Fritz Pilsl im Alter von 84 Jahren.

Tanja Rauschenberger

Tanja Rauschenberger (geb. Maksic), Jahrgang 1968, stammt aus Sombor im ehemaligen Jugoslawien, heutiges Serbien. Ihrer musikalischen Grundausbildung von 1975 bis 1983 an der Musikschule "Petar Konjovic" in Sombor schloss sie von 1983 bis 1988 ein Studium an der Musikhochschule "Isidor Bajic" in Novi Sad bei Prof. Josef Kvintus an. Darüber hinaus war sie fünf Jahre aktive Spielerin im Akkordeon-Orchester "Sonja Marinkovic" unter der Leitung von Prof. Milana Barackov-Malenica. In Deutschland ist sie seit dem Jahre 1989 als Musiklehrerin für Akkordeon und musikalische Früherziehung tätig. Seit 2002 leitet sie als Dirigentin das Akkordeon-Orchester Grenzach. Zudem wurde sie zur stellvertretenden Bezirksdirigentin des DHV-Bezirks Dreiländerecke gewählt. Im Jahr der Balkantournee 2009 dirigierte Tanja Rauschenberger erstmals das ALJO und bereiste mit dem Orchester unter anderem ihre alte Heimat Serbien.

Musik begeistert

Das Akkordeon-Landesjugendorchester Baden-Württemberg (ALJO/BW) ist das Akkordeon-Auswahlorchester des Landes Baden-Württemberg und offizielle Anschlussförderung im Rahmen der jugendmusikalischen Spitzenförderung.

Mitspielen?

Aufrund der Coronavirus-Pandemie finden die Orchesteraktivitäten derzeit in angepasstem Umfang statt. Eine Rückkehr zum Normalbetrieb ist nach aktueller Planung für 2023 vorgesehen.

Interessierte Spieler können sich für die Saison 2023 noch bis zum 31.10.2022 bewerben.

Freundeskreis

Beabsichtigen Sie, das Orchester zu unterstützen, möchten wir Sie gerne auf die Fördermöglichkeiten des Freundeskreis ALJO/BW aufmerksam machen. Mit Ihrem Sponsoring-Angebot wenden Sie sich bitte an die Geschäftsführerin Silke D'Inka.